1926 BIS 1947
Wandschneidermuseum 1926 bis 1947

In wirtschaftlich schwerer Situation – für einen Bildhauer des Kaiserreiches gab es in der Weimarer Republik kaum öffentliche Aufträge – entschloss sich Prof. Wandschneider 1925 sein Atelierhaus in Berlin-Charlottenburg zu verkaufen und in seine Vaterstadt zurückzukehren. Mit dem Umzug stand auch die Frage: Wohin mit all den Entwürfen und Modellen? Zerschlagen und entsorgen schien die einzige Lösung. Da boten die Stadtväter von Plau dem berühmten Sohn der Stadt eine attraktive Alternative.

In der Stadtschule stand ein großer Klassenraum leer, in dem ein Teil der Skulpturen ausgestellt werden könne. So konnte die PLAUER ZEITUNG Ende April 1926 die Öffnung des „Wandschneidermuseums“ bekannt geben. Etwa 70 Skulpturen und einige Bilder und Fotos waren ausgestellt. Im Jahr 1929 musste das Museum in das Stadthaus am Kirchplatz umziehen.

Der Besuch im „Wandschneidermuseum“ war jedem Gast der Stadt als eine Sehenswürdigkeit empfohlen.
In den Jahren des 2. Weltkrieges und der Zeit danach änderte sich jedoch die Situation. Das öffentliche Interesse ebbte zunehmend ab, die allgemeine Not ließ das kleine Museum in den Hintergrund treten.

Im Frühjahr 1947 folgte das endgültige Aus, eine Reihe der Ausstellungsstücke wurde als militaristisch zerstört, ein anderer Teil in das Atelier am Plauer See eingelagert. Durch die Belegung der Räumlichkeiten dort, blieben Beschädigungen etlicher Figuren nicht aus.

Nach dem Tod der Tochter Sabine Wandschneider 1968 ist das Atelier geräumt worden, die teils beschädigten Figuren, Büsten und Statuetten landeten auf einer Deponie. Damit war der größte Teil des Museumsbestandes endgültig vernichtet.




altes Museum 1926 (bis 1947)